Jules Schelvis

Rachel en Jules, archieffoto

Am 1. Juni 1943 wurden Jules Schelvis, (1921-2016) zusammen mit seiner Frau Rachel Borzykowski, ihrer Familie und 3000 anderen Juden in Viehwaggons von Westerbork in das Vernichtungslager Sobibor gebracht. Fast jeder, einschließlich seiner Frau Rachel, wurde sofort nach seiner Ankunft vergast.

"Es war das letzte Mal, dass ich meine Geliebte sah."

Jules Schelvis gehörte zu den 81 jungen Männern, die als ‚Arbeitsjuden' in Polen und Deutschland ausgewählt wurden. Nach dem Krieg war er der einzige Überlebende seines Transports. Schelvis verbrachte sein Leben damit, das Vernichtungslager Sobibor zu untersuchen und sein Zeugnis zu teilen.

Schelvis schrieb unter anderem das Buch: 'Es gab einen Zug nach Sobibor' über den Transport nach und die Ankunft in Sobibor.

Für seine Verdienste erhielt er eine Ehrendoktorwürde von der Universität Amsterdam (2008) und wurde als Offizier mit dem Orden von Oranje-Nassau ausgezeichnet.
Am 14. Oktober 2013 wurde Schelvis in Sobibor - 70 Jahre nach dem dortigen Aufstand - zum Offizier des Verdienstordens der Republik Polen in Polen ernannt. .

Rachel en Jules, archieffoto